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Shiatsu – Tantra – Systemik – Yin und Yang

Absichtslose Achtsamkeit in  Systemik, Tantra, Tanz und Shiatsu

Im Fluss sein, bewegt sein, Da sein –

es bleibt nichts ohne Einfluss auf das Andere, ein System balanciert sich.

Wir sind immer fliessen –

Wie stellen wir Blockaden her?

Durch „machen“, „tun“, welches nicht im Tao fliesst, sondern das Ergebnis von wünschen wollen, sichern, manipulieren ist.

Wir unterbrechen den Fluss, weil wir das für richtig halten – Werte, Ängste spielen dabei die größte Rolle.

Wir tun dies nicht etwa, weil wir uns oder anderen schaden wollen, sondern meist in bestgemeinter Absicht.

Wir identifizieren uns auch mit unserer gut gemeinten Absicht, unseren Werten, und was uns oft verborgen bleibt, sind die Ängste.

Angst zu kurz zu kommen, Angst die Kontrolle zu verlieren, nicht das zu bekommen, was man will,  Angst wertlos zu sein.

Yin und Yang bedeuten ein Lebensprinzip, eine Gesetzmässigkeit, die A l l e m inne wohnt.

Einfach so, ohne, dass wir etwas dafür tun müssten.

Dabei beschreiben diese Qualitäten sehr viel mehr als „weiblich“ oder männlich, es geht viel mehr um Gegensatzpaare, die einander bedingen und das „weibliche“ oder „männliche“ Prinzip genannt werden im Sinne von“ Fülle „bzw. „Leere“ Qualitäten.

einige Beschreibungsbeispiele aus: Rappenecker: fünf Elemente, 12 Meridiane:

Yin

das weibliche Prinzip, Nacht, Winter, dunkel, kalt, Kälte, Wasser, feucht, unten, innen, tief, Kräfte, die nach innen, unten gehen, leise,langsam, schwach, Leere, Mangel, Ruhe, trüb, Blut, Materie, Körper, das Sichtbare, Unterkörper, Beine, Körpervorderseite, Innenseiten der Arme und Beine. Körperinneres…

Yang

das männliche Prinzip, Tag, Sommer, hell, warm, Hitze, Feuer, trocken, oben, außen, oberflächlich, Kräfte, die nach außen und oben gehen, laut, schnell, stark, Fülle, Überfluß, Bewegung, Aktivität, klar, Energie ( Ki, Qi), Bewußtsein, Geist, Idee, das Unsichtbare, Oberkörper, Kopf, Rücken, Außenseiten des Körpers..

 

Wie man beim Lesen feststellen kann, sind also die Beschreibungen nicht als typisch weiblich und typisch männlich zu  verstehen, da wir Vieles in uns von Yin als auch von Yang Zuständen und Eigenschaften erkennen können. Es geht um  Qualitäten in jedem Menschen, in allem, was wir im Leben kennen.

Jedes, Jede, Jeder wird von diesem Lebensprinzip durchdrungen.

Wir können nur durch Blockaden Unterbrechungen bewirken – allerdings mit großen Auswirkungen.

Auswirkungen im eigenen Körper, Auswirkungen auf unsere Umwelt, Auswirkungen auf das gesamte Weltgefüge.

Beispiel aus der Paartherapie :

Ein Mann hat keinen Zugang zu seiner Yin-Seite – kann seine damit verbundenen Anteile nicht leiden – oder/und sie werden gesellschaftlich nicht angesehen – und wird sie im Inneren und ebenso durch äußere Taten bekämpfen.

(Offener oder versteckter despektierlicher  Umgang mit der anderen Sorte Mensch, den Frauen – im Mittelalter bis hin zur Hexenverbrennung)

Ein Yang-lastiger Mann zieht eine Yin-lastige Frau an.

Eine Frau, die ihre Yang Seite nicht zulässt, nicht leben kann/darf, da sie kulturell oder familiär bei ihr nicht gefördert und anerkannt wird, sucht und akzeptiert den oben beschriebenen dysbalancierten Mann.

Im Verborgenen lebt sie dennoch ihren Groll auf das Männliche; übt in manipulierender und auf subtile Weise Macht über einen solchen Mann und ihre Umwelt aus.

Dies kann sich auch anders herum manifestieren in Frauen, die ihre Yin-Seite verachten und einen Mann an ihrer Seite dominieren, der Angst vor seiner Yang-Seite hat.

Man könnte auch psychodynamisch beobachten und kommt zu denselben beschreibbaren Phänomenen:

ein Mann, der sich seit Kindheit und Jugend offen oder unbewusst geschworen hat- so wie mein ( despotischer, …)Vater möchte ich auf keinen Fall werden-findet schwer Zugang zu seiner kraftvollen Seite- trifft auf eine Frau………

Eine Balance an dieser Stelle könnte bedeuten,

dass sich eine Frau beim Tanzen tatsächlich führen lassen könnte, da sie sich ihres Yangs sicher und bewusst ist, und von einem Mann geführt wird, der sie nicht wie eine Puppe, seine Macht aussspielend, durch die Gegend schiebt und zerrt.

Ein Mann, der sich seiner Yin-Seite nicht schämt, kann einfühlsam und klar sowie kraftvoll führen, voller Hingabe an die Frau.

Ein schöner Tanz –

es ensteht ein Fliessen von Yin und Yang – kein Macht-oder Geschlechter-Kampf – keiner muss sich behaupten.

Es entsteht kein oben und unten, kein Unterordnen, Emanzipationsstreben oder Muskelspiel.

Es entsteht ein Führen und Folgen, das im Fluss ist.

Er geht so auf die Partnerin ein, sie lässt sich so auf den Partner ein, dass nur noch Tanzen übrig bleibt.

Kein Ich, keine Frau, kein Mann – nur Dasein – Tanzen – Bewegen – Fliessen.

Reines Pulsieren und Daseinsfreude kann passieren.

Wir sehnen uns instinktiv nach diesem Zustand, haben aber vor nichts mehr Angst als vor genau diesem Zustand.

Manchmal muss man eben etwas mit Angst tun oder lassen, Hauptsache man tut bzw. lässt es.

könnte bedeuten…

könnte bedeuten, dass wir uns die Zeit nehmen hineinzuspüren, was das Baby, unser Kind tatsächlich braucht.

könnte bedeuten… Mensch sein – Zulassen von Dasein im Jetzt – in Frieden und Liebe fliessen

 

Buchtipps:

Riane Eisler: Schwert und Kelch; unsere Geschichte, unserer Zukunft

weibliches und männliches Prinzip in der Geschichte

“ Weder Gott noch die Biologie haben uns dazu bestimmt, einen Krieg nach dem anderen zu führen und uns im permanenten“ Kampf der Geschlechter“ zu zermürben.

„Wollen wir die von ökologischen und atomaren Katastrophen bedrohte Erde nicht gänzlich der Vernichtung preisgeben, müssen wir auf den Weg des respektvollen, gleichberechtigten Miteinanders zurückfinden, zu Lebensformen, die statt vom Herrschaftsdenken vom Prinzip der Partnerschaft geprägt sind.“

dieses Buch verleiht “ einer Hoffnung Ausdruck, die viele von uns hegen- dass es einen anderen Weg geben könnte, Beziehungen und Institutionen zu gestalten, und zwar auf eine Weise, die dem Leben und den Bedürfnissen des Menschen dient“….Marshall B.Rosenberg

Llewellyn Vaughan-Lee: Die Matrix des Lebens:

„wenn wir dem Leben dienen wollen- und damit unserem geliebten, verletzten Planeten und der ganzen Schöpfung-bedarf es der Rückkehr des Weiblichen“.

Llewellyn Vaughan-Lee erläutert unsere Rolle in diesem Prozess, zeigt, wie wir das Männliche und das Weibliche in eine größere Harmonie bringen und die in Wahrheit nicht vorhandene Kluft zwischen Geist und Materie überbrücken können.“….

Beginnen wir also mit unserem eigenen Inneren

den Yin und Yang Zuständen in uns -so bleibt die Welt nicht unbewegt

Shiatsu -Tantra- Tanzen